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Moosbettchen

So, schon nach 10 Tagen ist es soweit gekommen. Wir müssen uns heute irgendwo in der Wildnis ein Nest bauen, weil ausgerechnet in Taupo ein Konzert ist und alle Hostels ausgebucht sind. Wir haben diesmal sogar 2 Tage früher Bescheid gesagt und es war schon alles voll. und das Hostel hat sich schon gestern mit Frauen um die 50 gefüllt, die ihre Jugend noch einmal erleben wollen.
Unser Bus fährt erst morgen früh weiter, also müssen wir unter dem Sternenhimmel schlafen.
wir haben uns heute super leichte und kleine Schlafsäcke für 25 dollar gekauft. d
In der Nacht wird es un die 13 Grad kalt und es soll nicht regnen. Wir gehen wahrscheinlich zu den warmen Quellen, weil sich dort wahrscheinlich auch der Boden etwas aufheizt. 

Gestern haben wir uns also ab 6 Uhr eine gute Stelle gesucht, bei der man campen kann. Wir machten uns auf den Weg zu den heißen Quellen, weil dort viele nette Wiesen sind auf den man gut zelten kann. Wir hatten zwar nur Schlafsäcke aber gut. Frei auf einer Wiese stand ein netter baum mit dichtem Blätterdach. Darunter haben wir uns aus Stroh, das zufällig am Rand der Wiese lag eine Matratze gebaut und sie mit Moos und den Überresten der letzten Mähung ausgestopft. Das hat sogar ziemlich Spaß gemacht :). Dann ein Handtuch drauf und den Schlafsack. War eigentlich genauso bequem, wie im Hostel. Mit abgebrochenen Ästen vom letzten Sturm haben wir uns einen kleinen Sichtschutz gebaut. Alles in Allem ein schönes Abenteuer! Dann haben wir uns hingelegt und uns noch Gruselgeschichten erzählt. Irgendwann hat Neny angefangen eine Geschichte über Fliegen und Mücken zu erzählen, weil ich total zerstochen wurde :( habe jetzt ganz viele Mückenstiche :( In der Geschichte ging es um eine Insel, auf der es so viele Fliegen gab, dass alle Menschen wenn sie einatmen, Fliegen miteinatmen und dass jedes Gericht dort z.B. Apfelkuchen mit Sahne UND FLIEGEN heißt. Aber das war ganz normal für sie deswegen haben sie sich nicht dagegen gewehrt. Und ich war der Held!
Naja, als die Geschichte erzählt war, wollten wir schlafen. Mittlerweile war es auch ziemlich dunkel. Aber der Mond war unglaublich hell. Und kurz bevor ich eingeschlafen bin, habe ich ein Tier gehört. Ich hatte das Gefühl es kommt näher und ich wusste nicht genau was für Tiere es gibt. Eigentlich dachte ich es müsste ein Vogel sein, aber es hätte auch ein Wildschwein seinn können. Also habe ich gesagt: Neny da sind irgendwelche Schritte. Sie dachte dann, ich meine Menschen, aber ich hatte mehr Angst vor einem Wildschwein. Wie auch immer, ich mache also die Taschenlampe an und das Tier macht ein Abwehr oder Angriffsgeräusch, ein sehr merkwürdiges Meckern. Kann man schlecht beschreiben. Hätte von einem Vogel sein können oder von einem sehr komischen Wildschwein. Wir haben uns auf jeden Fall tierisch erschreckt. Aber mit der Taschenlampe haben wir nichts gesehen. Weder Vogel noch Wildschwein noch Klapperschlange. Also haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind abgehauen. Peinliche Sache. Aber wir wollten kein Wildschwein treffen. Die restliche Nacht haben wir beim Hostel verbracht und auf den Hängematten geschlafen. Das war ziemlich kalt. Da waren unsere Strohmoosbettchen schon schöner!
Ich wusste, dass es natürlicherweise keine Wildschweine oder andere gefährlichen Tiere in Neuseeland gab, aber hatte auch gelesen, dass manches Wild eingeschleppt wurde, damit man es auch hier jagen kann. Nunja Wildschweine gibt es hier nicht. Es gibt hier nur solche Hauswildschweinmischungen, die nicht sonderlich gefährlich sind.
Entweder, es war ein nachtaktiver Vogel oder ein Possum. Die machen nämlich alle möglichen scheiß Geräusche. Letztendlich hätte wir dort eigentlich liegen bleiben können. Aber wahrscheinlich wäre ich danach blutleer gewesen, nach den bösartigen Mücken die natürlich nur mich zerstochen haben.
Trotzdem eine hübsche Geschichte. Ich hoffe ihr lacht euch kaputt.

Auckland

Nun sind wir in Auckland. Der Bus ist um viertel vor 8 gefahren und dann haben wir ein bisschen im Bus geschlafen. Wir haben mehrere Zwischenstops gemacht. In Rotorua, wo wir auf dem Rückweg Halt machen werden, gibt es sogenannte mud pools.
Auch beim Mount Maunganui haben wir eine Pause gemacht. Dort gibt es wunderbare Strände. die kleine Stadt ist von Stränden umgeben. Der eine Strand ist der perfekte Strand. Weißer weicher Sand und türkis-blaues Meer. Ganz viele schillernde Muscheln liegen dort. Es gibt ziemlich große Wellen und deshalb viele Surfer. er hat mich ein bisschen an Sardinien erinnert. Der andere Strand ist nicht so wunderschön, aber dafür gibt es dort gar keine Wellen. Dort können Kinder relativ gefahrlos schwimmen lernen.

 

Das ist eigentlich der perfekte Urlaubsort, aber dort ist alles ziemlich teuer und irgendwie stinkt es dort ziemlich nach Abgasen. Es fahren sehr viele Schiffe und Autos, vielleicht deshalb. Wir haben kurz überlegt, ob wir spontan dort bleiben wollen, haben uns aber deshalb dagegen entschieden. Denn auch in Auckland soll es gute Strände geben.

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